Die Pandemie gehört zum Leben.

Heute erlebe ich mich immer wieder bedrückt. Auf der Suche nach Anlässen dafür fallen mir Überschriften ein wie „Wiedersehen mit der Wirklichkeit“, „Endlich eine Ahnung von Normalität“, „Wieder rauskommen und rein in die Wirklichkeit“. Ist die Pandemie denn keine Wirklichkeit? Welche Normalität wird denn geahnt? Ist das Leben mit den Coronamaßnahmen nicht auch eine Normalität,„Die Pandemie gehört zum Leben.“ weiterlesen

Humor

„Das Lachen ist die engste Distanz zwischen zwei Menschen.“ (Viktor Borge) Distanz und Nähe – wir alle wissen, welche Herausforderung das bedeutet. Einerseits fühlen wir uns bestimmten Menschen besonders nahe. Andererseits wissen wir, wie sinnvoll die professionelle Distanz im Beruf ist. Wir sind zu einer Haltung der Distanz fähig, die etwas dem Menschen ganz Eigenes„Humor“ weiterlesen

Maiwecken

1957. Drei Jahre war ich alt. Von ferne hörte ich morgendliche Marschmusik. Von den Gewerkschaften wurde damals das „Maiwecken“ initiiert. In der Innenstadt Ingolstadts trafen sich die Kappellen zum Festzug mit anschließender Kundgebung auf dem Paradeplatz. Mein Vater nahm mich dorthin mit. Am meisten begeisterte mich die „Große Trommel“. Geduldig hörte ich wohl auch der„Maiwecken“ weiterlesen

Werkstattbericht 2

Meinen dreißigsten Beitrag für Epimeleia schreibe ich als zweiten Werkstattbericht. Die vergangenen Monate waren geprägt von der zweiten und dritten Coronawelle. Die pandemische Melodie von Lockdown und Öffnung wurde immer wieder durch politische Aufregung instrumentiert. Den Wechsel in der Präsidentschaft der USA, den verstolperten Beginn der Impfkampagne in unserem Land, den sich abzeichnenden Wahlkampf mit„Werkstattbericht 2“ weiterlesen

Zeitung

Welch’ wunderbares Geräusch, das Rascheln der Zeitungsblätter! Die gerollte Zeitung am Morgen aus dem Türgriff ziehen, der erste Blick auf den Aufmacher während des Wegs in die Wohnung, vielleicht schon das Streiflicht anlesen. Die Kaffeemaschine ist schon heiß. Da liegt sie, die Tageszeitung. Ich mag die kachektisch anmutenden kleinformatigen Ortszeitungen nicht. Eine richtige Tageszeitung muss„Zeitung“ weiterlesen

„Leben im Dativ“ – inspirierende Philosophie

Ist der Dativ der Fall, in dem ich lebe? „Von Anfang an befinde ich mich im Dativ. Mir ist, sagt man, das Leben geschenkt worden, die grundlegende Begebenheit für alle weiteren Ereignisse, das Datum der Geburt.“ (Böhringer, 2021, S. 53) Heute laufe ich Gefahr, vor allem in Daten gegeben zu sein. So gerät leicht das„„Leben im Dativ“ – inspirierende Philosophie“ weiterlesen

Argumentierende Theologie

Zum Tod des inspirierenden Theologen Hans Küng „Hat die Kirche eine Zukunft?“ So fragt Hans Küng, der am 06.04.2021 in Tübingen starb. Die Frage stellt er im Epilog zu seinem Buch „Die Kirche“. Es erschien in erster Auflage 1967, zwei Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil. In der Zusammenfassung seiner Argumentation findet sich die Antwort:„Argumentierende Theologie“ weiterlesen

Ostern

Worum es an Ostern geht? Das Leben zu feiern. So sehe ich das zumindest für mich. Die Feier des Lebens gehört zum Leiden und Sterben am Karfreitag, zum Schweigen des Lebens am Karsamstag. Der Rückzug in die schmerzenden Dimensionen des Lebens und der immer neue Aufbruch in die Feier des Lebens spiegeln sich im Ausdruck„Ostern“ weiterlesen

Karsamstag

Jesus starb am Nachmittag des Karfreitag am Kreuz. Nach der Kreuzigung wurde der Leichnam in aller Eile, bevor das Paschafest begann, notdürftig einbalsamiert und in ein Felsengrab gelegt. Das berichten, mit unterschiedlichen Attribuierungen, die vier Evangelien des Neuen Testaments. Der Evangelist Mattäus weiß: „Es waren dort [am Grab] Maria aus Magdala und die andere Maria;„Karsamstag“ weiterlesen