Kriegslust und Kultur des Friedens

Die Aggressivität Russlands gegenüber Europa ist längst zur konkreten Aggression geworden. Dass sie gegen Deutschland zielt, ist nicht nur historisch durch die beiden Weltkriege und den anschließenden Kalten Krieg begründet. Russland beginnt den Krieg gegen Deutschland, weil Deutschlands Demokratie gefestigt ist. Weil Deutschland eindeutig zur Idee eines demokratisch geeinten Europa steht. Weil Deutschland ein entschlossener„Kriegslust und Kultur des Friedens“ weiterlesen

„Fragile Psyche“ – das neue Buch von Daniel Hell

Die „Fragilität der Psyche“ charakterisiert den Menschen. Menschen sehen sich über die gesamte Lebenspanne einerseits vor Umbruchsituationen, in denen bisher Erlerntes, Gewohntes, Erarbeitetes abbricht oder einbricht. Umbrüche können andererseits auch Aufbrüche werden. Denn durch Ein- und Abbrüche entsteht nicht nur Verlust, sondern auch Raum für Neues, Anderes im Leben. Umbruch und Aufbruch wird möglich.  Der„„Fragile Psyche“ – das neue Buch von Daniel Hell“ weiterlesen

Generativität und Amnesie – der digitale Verzicht auf Wirklichkeit

Ein Interview mit dem Philosophen Thomas Metzinger in der Süddeutschen Zeitung (Nr. 175, 01./02.08.26, S. 9) beschäftigt sich mit der Wirkung der KI auf den menschlichen Geist. „Unser Geist verändert sich“ in der Begegnung mit den neuen intelligenten Technologien, ist seine These. Nach Metzinger entstehen erhebliche Herausforderungen „nicht aus der Technologie selbst, sondern aus der„Generativität und Amnesie – der digitale Verzicht auf Wirklichkeit“ weiterlesen

Unruhig ist das Herz – das Dilemma der katholischen Kirche

Papst Leo XIV. veröffentlichte am 15. Mai seine erste Enzyklika „Magnifica Humanitas“. Der Text umfasst zwei Diskurse: die Ambivalenz der Künstlichen Intelligenz (KI) und die Würde des Menschen. Die KI wird im Kontext der Wirkungsformen digitaler Technologien auf die Lebenswelt des Menschen reflektiert. Dabei stellen sich Fragen. KI und Information? KI und Demokratie? KI und„Unruhig ist das Herz – das Dilemma der katholischen Kirche“ weiterlesen

Rede und Nachrede

Ingeborg Bachmanns Gedichte und wir Heutigen Sie fügte Worte, Metaphern und Bilder, die an Wucht und Zärtlichkeit zumindest im Deutschen kaum zu überbieten sind. Sooft ich zu ihren Gedichten greife, ergreifen jene mich – und zielen direkt dorthin, wo ich mehr als berührbar, wo ich verletzbar bin. Verletzbar bin ich, wo die Verwundbarkeit schon nicht„Rede und Nachrede“ weiterlesen

Die Wolke des Nichtwissens

Auseinandersetzung zu Fischer, K. (2026): Achtsam geht die Welt zugrunde Kein Buch, das ich in letzter Zeit las, ärgerte mich so, wie der Text von Kathrin Fischer. Ist das Buch wirklich „ein glänzendes Stück Aufklärung“, wie Harald Welzer es auf dem Frontcover bewertet? Die Autorin schreibt: „Die Idee der Aufklärung, der Mensch sei vor allem„Die Wolke des Nichtwissens“ weiterlesen

Klang gewordene Weisheit

Platon äußerte sich ambivalent zur Musik. Die Begleitmusik, die den rhapsodischen Vortrag eines Epos unterlegt, erscheint ihm als „Gemischtes“ (Pol 397 d), nur als Nachahmung des „Tugendhaften, des Ungemischten“ (ebd.). Hingegen „Wohlberedtheit und Wohlklang und Wohlanständigkeit und Wohlgemessenheit, alles folgt der Wohlgesinntheit und Güte der Seele, … dem wahrhaft gut und schön der Gesinnung nach„Klang gewordene Weisheit“ weiterlesen

Wilde Gefilde

Einmal wieder setzte meine Lebenspartnerin das Thema für einen Blogbeitrag: Wilde Gefilde. Meine erste Idee dazu, einen politischen Text zu schreiben, fand sie nicht gut. Also begebe ich mich in Gefilde, die mindestens so wild wirken wie die derzeitige politische Lage. Welches kulturelle Selbstverständnis haben wir gerade?  Andreas Sommer, Philosoph an der Universität Freiburg, entwickelt„Wilde Gefilde“ weiterlesen

Menschsein und Würde – Normative in der Geschlechterdebatte?

Zeitgemäße Psychotherapie versucht während der ersten Begegnungen zwischen Patient*in und Therapeut*in für Entlastung zu sorgen. Skills spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die kurzen und effektiven Übungen ermöglichen unaufwändige und rasche Entlastung der Betroffenen. Sie können rasch erlernt werden und sind meist leicht praktizierbar. Das Beruhigungssystem wird dabei aktiviert, das die Distanzierung von Belastungen und den„Menschsein und Würde – Normative in der Geschlechterdebatte?“ weiterlesen

Jürgen Habermas ist tot.

Nie hatte ich Gelegenheit, Jürgen Habermas persönlich zu erleben. Dabei begleitet mich sein Werk seit 1977. „Erkenntnis und Interesse“ war das erste Buch, das ich von ihm las. Was heißt das, Habermas lesen? Vielen gilt sein Denken als schwer zugänglich. Seine philosophischen und soziologischen Werke sind im oberflächlichen Sinne des Wortes wirklich schwer lesbar. Habermas„Jürgen Habermas ist tot.“ weiterlesen