Skulpturenwelt

Schloss Freudenstein, gelegen oberhalb von St. Pauls im Süden Südtirols. Sonnenverwöhnt belohnt die Schlossterrasse den Blick mit Weite und Freiheit. Im Schloss gestaltete der Bozener Bildhauer Andrea Bianco am 16. und 17. Oktober 2021 eine Werkschau, in der er neue Skulpturen mit wenigen früher gestalteten in einem wundervollen gotischen Raum inszenierte. Die neu geschaffenen Frauenskulpturen„Skulpturenwelt“ weiterlesen

Welthospiztag 2021

Am 09. Oktober war Welthospiztag. Gut zwanzig Jahre bin ich in der Hospizbewegung aktiv. Ich habe Sterbende sowohl ehrenamtlich wie auch psychotherapeutisch begleitet. Das sind berührende Erlebnisse. Als ein besonderes Privileg empfinde ich es, Menschen durch die letzten Wochen oder Tage des Lebens begleiten zu dürfen, durch die reichen Stunden voller Leben und die düsteren„Welthospiztag 2021“ weiterlesen

Verwählt?

Im ARD-Brennpunkt (27.09.21) moderierten Tina Hassel, in „Hart-aber-fair“ Frank Plasberg jeweils Sendungen zum Tag nach der Bundestagswahl. Ich ärgere mich über beide Moderationen.  Erstens: Beide ModeratorInnen kritisierten wiederholt, dass es im Wahlkampf mehr um Personen statt um Inhalte gegangen sei. Beide insistierten in ihren Sendungen immer wieder auf Personalfragen, auch wenn die interviewten oder talkenden„Verwählt?“ weiterlesen

Fehlbar!

Der Dalai Lama erzählt in einem Interview ein Gleichnis: „Ohne Wasser kein Leben. Der Tee, den wir trinken, besteht zum größten Teil aus Wasser, aber er enthält noch weitere Zutaten – Teeblätter, Gewürze, vielleicht ein wenig Zucker und – in Tibet jedenfalls – auch eine Prise Salz, und das macht ihn gehaltvoller, nachhaltiger und zu„Fehlbar!“ weiterlesen

Unruhe und Gelassenheit

Sonntags. Am Nachmittag. Das Geräusch der sich aufheizenden Espressomaschine im Hintergrund. Durchs Fenster fällt späte Sonne ins Zimmer. Die Ruhe, draußen vor der Tür, wird nur unterbrochen durch den Stundenschlag der Uhr im Kirchturm. Eine Idylle.  Eine Idylle? Gerade frage ich mich, was mich unruhig macht. Was die Sonntagsruhe unterbricht. Warum ich die Ruhe um„Unruhe und Gelassenheit“ weiterlesen

Einstellungsveränderung für die Zukunft

Zukunft haben, über meine, lebensaltersgemäß, überschaubarer werdende Zukunft hinaus, das wünsche ich mir. Zukunft ist, das lerne ich gerade, nicht nur der Raum der Möglichkeiten. Sich heute mit der Zukunft beschäftigen heißt auch, sich mit den künftigen Wahrscheinlichkeiten auseinanderzusetzen. Die Gegenwart, in der ich lebe, ist der Ereignisraum dafür, welche Zukunft gerade Wirklichkeit wird. Ein„Einstellungsveränderung für die Zukunft“ weiterlesen

Die moralische Verantwortung der Wahl

„Nur eine Politik kann vernünftig sein – nicht, was sie erreichen will; das kann nur gut oder böse sein und liegt außerhalb jeder Wissenschaft.“ (Marcuse, 1975, S. 194) Ludwig Marcuses (nicht Herbert Marcuses, des kritischen Theoretikers) These kann die Qual der kommenden Wahl erleichtern. Sie enthält eine erhellende Unterscheidung. Sie spricht von der Politik als„Die moralische Verantwortung der Wahl“ weiterlesen

Sturmgewehre zerstören das politische Afghanistannarrativ.

Das Afghanistannarrativ, das sich in zwanzig Jahren NATO-Präsenz bildete, ist durch die Bilder aus Kabul paralysiert. Ich meine nicht nur die Bilder der panisch flüchtenden Menschen am Flughafen. Ich sehe auch die Bilder der Taliban, die ihre Existenz vor allem durch das Sturmgewehr begründen. Das Sturmgewehr jedes einzelnen Taliban stellt die Lücken der politischen Erzählungen„Sturmgewehre zerstören das politische Afghanistannarrativ.“ weiterlesen

Unterbrechung

Auch geplante Unterbrechungen unterbrechen. Angesichts einer Operation am rechten Daumengelenk Ende Mai plante ich eine kurze Unterbrechung meines Epimeleia-Blogs. Die lange Rekonvaleszenz ließ die Unterbrechung zu einer Pause anwachsen. Denn die rechte Hand war in den vergangenen acht Wochen nur bedingt brauchbar. Die schützende und stabilisierende Unterarmschiene behinderte den Alltag erheblich. Eine Erfahrung, die mich„Unterbrechung“ weiterlesen

Die Pandemie gehört zum Leben.

Heute erlebe ich mich immer wieder bedrückt. Auf der Suche nach Anlässen dafür fallen mir Überschriften ein wie „Wiedersehen mit der Wirklichkeit“, „Endlich eine Ahnung von Normalität“, „Wieder rauskommen und rein in die Wirklichkeit“. Ist die Pandemie denn keine Wirklichkeit? Welche Normalität wird denn geahnt? Ist das Leben mit den Coronamaßnahmen nicht auch eine Normalität,„Die Pandemie gehört zum Leben.“ weiterlesen