Papst Leo XIV. veröffentlichte am 15. Mai seine erste Enzyklika „Magnifica Humanitas“. Der Text umfasst zwei Diskurse: die Ambivalenz der Künstlichen Intelligenz (KI) und die Würde des Menschen. Die KI wird im Kontext der Wirkungsformen digitaler Technologien auf die Lebenswelt des Menschen reflektiert. Dabei stellen sich Fragen. KI und Information? KI und Demokratie? KI und„Unruhig ist das Herz – das Dilemma der katholischen Kirche“ weiterlesen
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Rede und Nachrede
Ingeborg Bachmanns Gedichte und wir Heutigen Sie fügte Worte, Metaphern und Bilder, die an Wucht und Zärtlichkeit zumindest im Deutschen kaum zu überbieten sind. Sooft ich zu ihren Gedichten greife, ergreifen jene mich – und zielen direkt dorthin, wo ich mehr als berührbar, wo ich verletzbar bin. Verletzbar bin ich, wo die Verwundbarkeit schon nicht„Rede und Nachrede“ weiterlesen
Die Wolke des Nichtwissens
Auseinandersetzung zu Fischer, K. (2026): Achtsam geht die Welt zugrunde Kein Buch, das ich in letzter Zeit las, ärgerte mich so, wie der Text von Kathrin Fischer. Ist das Buch wirklich „ein glänzendes Stück Aufklärung“, wie Harald Welzer es auf dem Frontcover bewertet? Die Autorin schreibt: „Die Idee der Aufklärung, der Mensch sei vor allem„Die Wolke des Nichtwissens“ weiterlesen
Klang gewordene Weisheit
Platon äußerte sich ambivalent zur Musik. Die Begleitmusik, die den rhapsodischen Vortrag eines Epos unterlegt, erscheint ihm als „Gemischtes“ (Pol 397 d), nur als Nachahmung des „Tugendhaften, des Ungemischten“ (ebd.). Hingegen „Wohlberedtheit und Wohlklang und Wohlanständigkeit und Wohlgemessenheit, alles folgt der Wohlgesinntheit und Güte der Seele, … dem wahrhaft gut und schön der Gesinnung nach„Klang gewordene Weisheit“ weiterlesen
Wilde Gefilde
Einmal wieder setzte meine Lebenspartnerin das Thema für einen Blogbeitrag: Wilde Gefilde. Meine erste Idee dazu, einen politischen Text zu schreiben, fand sie nicht gut. Also begebe ich mich in Gefilde, die mindestens so wild wirken wie die derzeitige politische Lage. Welches kulturelle Selbstverständnis haben wir gerade? Andreas Sommer, Philosoph an der Universität Freiburg, entwickelt„Wilde Gefilde“ weiterlesen
Menschsein und Würde – Normative in der Geschlechterdebatte?
Zeitgemäße Psychotherapie versucht während der ersten Begegnungen zwischen Patient*in und Therapeut*in für Entlastung zu sorgen. Skills spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die kurzen und effektiven Übungen ermöglichen unaufwändige und rasche Entlastung der Betroffenen. Sie können rasch erlernt werden und sind meist leicht praktizierbar. Das Beruhigungssystem wird dabei aktiviert, das die Distanzierung von Belastungen und den„Menschsein und Würde – Normative in der Geschlechterdebatte?“ weiterlesen
Jürgen Habermas ist tot.
Nie hatte ich Gelegenheit, Jürgen Habermas persönlich zu erleben. Dabei begleitet mich sein Werk seit 1977. „Erkenntnis und Interesse“ war das erste Buch, das ich von ihm las. Was heißt das, Habermas lesen? Vielen gilt sein Denken als schwer zugänglich. Seine philosophischen und soziologischen Werke sind im oberflächlichen Sinne des Wortes wirklich schwer lesbar. Habermas„Jürgen Habermas ist tot.“ weiterlesen
Arrogant konservativ
Die CDU verliert die Wahl zu Ministerpräsident und Landtag in Baden-Württemberg zwar knapp, aber sie HAT sie verloren. Statt einer Analyse, larmoyantes Gejammere und fragliche Vorhaltungen an den Gewinner der Wahl, als wäre er der grün-linke Wolf im realpolitischen Schafspelz. Und dann noch diese fiese Video. Ein unbedarfter, fast noch puberträrer CDU-Jüngling schwärmt von einem„Arrogant konservativ“ weiterlesen
Denkverschiebung – eine neue olympische Disziplin?
Da ist ein ukrainischer Athlet. Wladyslaw Heraskewytsch. Skeletonfahrer. Er hat seinen Helm mit Bildern dekoriert. Sie zeigen Porträts von Athlet*innen der Ukraine. Opfer des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Kein Wort. Keine Parole. Nichts als die Bilder. Er wurde disqualifiziert, weil er gegen die olympische Regel Nr. 50/1.3 zu ostentativer Werbung oder Propaganda auf Wettkampfgegenständen„Denkverschiebung – eine neue olympische Disziplin?“ weiterlesen
Umwege sind das Leben.
Zuweilen begegnen einem Texte aus der persönlichen Lesegeschichte wieder – und unterbrechen das Denken. An solchen Bruchstellen öffnet sich die Oberfläche der Gedanken. Öffnungen laden ein, dem nachzugehen, was sich außerhalb des eingeschlagenen Denkweges daneben, darüber, darunter entdecken lässt. Tatsächlich geht es nach öffnenden Unterbrechungen für’s Erste „drunter und drüber“. Ein Literaturhinweis in Hartmut Rosas„Umwege sind das Leben.“ weiterlesen