Erleuchtung und Verblendung

Was unterscheidet Elon Musk von Siddharta Buddha? Buddha war erleuchtet.  Musk blendet. Er blendet durch seine Spontaneität, durch seine Fähigkeit, andere für das kaum Machbare zu begeistern, durch die Organisation der Begeisterung in Umsetzungshandeln. Er blendet die naiveren Gemüter durch seinen Reichtum: Ui toll, der reichste Mensch der Welt. Und aus seiner Sicht: Endlich auch„Erleuchtung und Verblendung“ weiterlesen

Das Jahr 2024 beschließen.

Weihnachtsgrüße und Neujahrswünsche werden üblicherweise mit einander versandt. Zwischen Weihnachten und Neujahr sprechen wir von der Zeit „zwischen den Jahren“. Es ist ein Ritual der evangelischen Kirchen, jene Zeit für den Beschluss des Jahres zu nutzen. Beschluss meint, das Jahr abzuschließen. 365 Tage Leben enden am Silvestertag. Ich nehme mir Zeit, einen Blick auf die„Das Jahr 2024 beschließen.“ weiterlesen

Lebensfeindlichkeit und Verbundenheit

Die vertraute Weltordnung scheint sich aufzulösen. In Europa finden sich Frankreich und Deutschland in der Krise. Das Putin-Regime in Russland setzt sich über die politische Ordnung in Europa hinweg, führt einen fast drei-jährigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. China und Nordkorea ermöglichen Russland den Krieg aufrecht zu erhalten. Im Nahen Osten verändern sich die politischen Verhältnisse„Lebensfeindlichkeit und Verbundenheit“ weiterlesen

Die gefährlichste Frage

Einige Menschen sandten mir gestern Grüße zum ersten Advent. Was ist „Erster Advent“? Ein dekorierter Sonntag? Der Anfang des Adventsweges vom Black Friday über Weihnachtsfeiern und Glühwein auf den Märkten bis zu den Weihnachtstagen, dem Höhepunkt des Dekorativen im Jahreslauf? Ich lese das erste Mal in meinem Leben ein Manga. Zehn Bände zeichnete und schrieb„Die gefährlichste Frage“ weiterlesen

Lebensrelevanz

In meinem Post zum Welthospiztag (12.10.2024) auf LinkedIn schrieb ich: „Hospize bewahren Raum und Zeit für den letzten Atemzug inmitten einer atemlos lebenden Gesellschaft.“ Insofern haben Hospize Relevanz für das Leben. Als Orte für das letzte Leben sind sie lebensrelevant. Orhan Pamuk, der türkische Literat und Nobelpreisträger (2006), schildert in seinem Skizzenbuch „Erinnerungen an ferne„Lebensrelevanz“ weiterlesen

Schwundstufenleben

Deutschland scheint sich auf einem Minderungsweg zu befinden: schwindende Wirtschaftsleistung, zerbröselnde Infrastruktur, unzureichende Verkehrswege. Schwerer wiegen die Abstriche am kulturellen und politischen Bildungsinteresse, die allmähliche, vielleicht auch politisch gewollte Verkümmerung der Sprache, die Reduktion des ästhetisch Sinnlichen auf das Grobschlächtig-Plakative. Befinden wir uns in einer Schwundstufendynamik? Von Schwundstufen kann nur gesprochen werden, wenn deutlich ist,„Schwundstufenleben“ weiterlesen

Intellektualität und Meinung

Haben wir uns in Deutschland daran gewöhnt, unbeeindruckt von Intellektualität zu vermeinen und zu meinen? Der Blick auf das, was in der Politik und in den journalistischen Medien Analyse in aller Tiefe genannt wird, erst recht der Blick auf die sozialen Medien, lässt es nicht nur vermuten, sondern er legt den Verdacht nahe: viele öffentliche„Intellektualität und Meinung“ weiterlesen

Brief an meinen besten Freund

Gestern, lieber Freund, entstand der Wunsch, Dir nach langer Zeit einen Brief zu schreiben. Wir sind zwar oft im stillen Gespräch verbunden. Was ich Dir mitteilen will, bedarf einer anderen Form als der flüchtigen des gedachten Wortes. Du fragst, was mich so sehr bewegt? Gestern verbrachte ich einen Tag in Augsburg. Ich kam gerade von„Brief an meinen besten Freund“ weiterlesen

„Träume große Träume“ (R. Hanson)

Wir haben unglaubliche Möglichkeiten, doch unsere Träume verkümmern, hält der Neuropsychologe Rick Hanson fest. Welchen Traum träumen Sie? Erinnern Sie sich an einen Traum, den Sie seit langer Zeit in sich tragen und irgendwann einmal wegstellten, so dass Sie ihn fast vergessen haben? Ein vermeintlicher Realismus sagt uns: Träume sind doch Schäume. Vermeintliche Lebensklugheit ergänzt:„„Träume große Träume“ (R. Hanson)“ weiterlesen

100. Blogbeitrag: Wofür stehen Politiker:innen?

Am Donnerstag, 06. Mai 24, 21:00 h, die „Wahlarena“ in der ARD. Nach 15 min. versuchte ich mich 54 Jahre zurück zu versetzen. Damals wäre ich 16 gewesen. Total begeistert, wählen zu dürfen. Ich war ein politisierter Jugendlicher. Nicht einer der lauten, aber von der damaligen Außerparlamentarischen Opposition (APO) angeregt, gut informiert, historisch und soziologisch„100. Blogbeitrag: Wofür stehen Politiker:innen?“ weiterlesen