Der fremde Friede

Friede, gerade im aktuellen Krieg Putins gegen die Ukraine, ist fremd. Jetzt sprechen vorwiegend die Waffen. Es geht um Waffenüberlegenheit, um die durchsetzungsstärkeren militärischen Strategien. In der militärischen Rückerorberung an Russland verlorener Gebiete durch die Ukraine, in der Zerschlagung russischer Feuerkraft und in der so geschaffenen Notwendigkeit des militärischen Rückzuges der russischen Armee von den„Der fremde Friede“ weiterlesen

Nein, ich frage nicht

In den letzten Wochen, im Spätsommer, standen viele Fragen auf. Fragen zum Klimawandel, zum Wahlergebnis in Italien, zum europäischen und zum deutschen Verhalten in der Energiepolitik, wieder Fragen zum Krieg Russlands gegen die Ukraine, Fragen zum Wahlkampf in Brasilien, zu den Statements in der UN-Vollversammlung. Von allem wurde und werde ich affiziert, nicht kognitiv zur„Nein, ich frage nicht“ weiterlesen

Putins Krieg bedroht die Phantasie. Influencing erstickt sie.

Ein halbes Jahr lang Krieg in der Ukraine. Die Wirkungen zeitigen sich nicht nur in Bildern und Berichten. Sie sind unmittelbar im Leben spürbar. Zunehmend mehr Menschen in Deutschland fühlen sich bedroht. Steigende Kosten. Angekündigter Mangel. Der für viele von uns gewohnte Wohlstand gerät ins Bröckeln. Viel zu viele kommen an den Rand des Überlebens„Putins Krieg bedroht die Phantasie. Influencing erstickt sie.“ weiterlesen

Was vom Tage übrig blieb

Kazuo Ishiguro – Roman (1989) Schwer fiel es mir, den Prolog ganz zu lesen. Die gewundene, sich gewissermaßen selbst in den Arm fallende Ausdrucksweise des Protagonisten, Mr Stevens, des Butlers in Darlington Hall, machte es mir nicht leicht. Darlington Hall ist ein englisches Herrschaftshaus. Seit dem Tod Lord Darlington’s, dem Mr. Stevens als Butler das„Was vom Tage übrig blieb“ weiterlesen

Helga Schubert: Judasfrauen

„Dieses Buch erschien zuerst im Frühling 1990, in diesem wunderbaren politischen Frühling, im Westen. Im Westen und nicht im Osten, wo ich es schon zwei Jahre zuvor beim Aufbau-Verlag abgegeben hatte.“ (S. 5) Es ist ein „altes“ Buch, basierend auf Lesetexten H. Schuberts aus den Jahren 1984 bis 1988. Das ist die erste historische Ebene,„Helga Schubert: Judasfrauen“ weiterlesen

Ich lebe mit Covid.

Ich bin an einer Infektion mit dem Sars-Cov-II-Virus erkrankt. Nach 10 Tagen, seit Freitag, den 08. Juli 2022, ist die Virenlast laut PCR-Test nicht mehr zwingend ansteckend. In den kommenden fünf Tagen soll ich nach wie vor Kontakte in geschlossenen Räumen vermeiden und außerhalb der Wohnung eine FFP2-Maske tragen. Spannenderweise wäre ich arbeitsfähig, in geschlossenen„Ich lebe mit Covid.“ weiterlesen

Mein Altern

Es sind die Körperweiser (Riedel & Bögner 2021), in denen sich mitteilt, was wir gerne überhören, übersehen, übergehen. Auch mein Körper setzte für mich so ein Ausrufezeichen. Ich war nämlich drauf und dran, meinen Ruhestand wieder in Berufszeit umzuwandeln. Der Selbsttäuschung gab ich den Namen „aktiver Ruhestand“. Nein, es sollte nicht der „Unruhestand“ anderer Rentner„Mein Altern“ weiterlesen

Und sie trinkt grünen Tee.

Bisher trinkt sie vorwiegend italienischen Kaffee. Die Anlässe sind unterschiedlich. Der Cappuccino zum Frühstück. Untertags, in den Arbeitspausen oder nach dem gemeinsamen Essen Macchiato oder Espresso. Und jetzt: grüner Tee, wenn sie zur Arbeit geht. Aus der Perspektive des Ruheständlers schwer nachvollziehbar. Denn ich kann mir zu Hause einen Macchiato oder einen Espresso machen, um„Und sie trinkt grünen Tee.“ weiterlesen

Der Schmerz

„Der größte Wunsch der Menschen sei es, der Welt deutlich zu machen, welche Verbrechen passiert seien und wie groß der Schmerz sei.“ So greift die Süddeutsche Zeitung eine Äußerung der Außenministerin A. Baerbock während des Besuches am 10. Mai 2022 auf. (https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/baerbock-in-der-ukraine-die-bilder-e877423/) „Wie groß der Schmerz sei“, diese Worte wiegen schwer; denn sie leiten die„Der Schmerz“ weiterlesen