Welch’ wunderbares Geräusch, das Rascheln der Zeitungsblätter! Die gerollte Zeitung am Morgen aus dem Türgriff ziehen, der erste Blick auf den Aufmacher während des Wegs in die Wohnung, vielleicht schon das Streiflicht anlesen. Die Kaffeemaschine ist schon heiß. Da liegt sie, die Tageszeitung. Ich mag die kachektisch anmutenden kleinformatigen Ortszeitungen nicht. Eine richtige Tageszeitung muss„Zeitung“ weiterlesen
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„Leben im Dativ“ – inspirierende Philosophie
Ist der Dativ der Fall, in dem ich lebe? „Von Anfang an befinde ich mich im Dativ. Mir ist, sagt man, das Leben geschenkt worden, die grundlegende Begebenheit für alle weiteren Ereignisse, das Datum der Geburt.“ (Böhringer, 2021, S. 53) Heute laufe ich Gefahr, vor allem in Daten gegeben zu sein. So gerät leicht das„„Leben im Dativ“ – inspirierende Philosophie“ weiterlesen
Argumentierende Theologie
Zum Tod des inspirierenden Theologen Hans Küng „Hat die Kirche eine Zukunft?“ So fragt Hans Küng, der am 06.04.2021 in Tübingen starb. Die Frage stellt er im Epilog zu seinem Buch „Die Kirche“. Es erschien in erster Auflage 1967, zwei Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil. In der Zusammenfassung seiner Argumentation findet sich die Antwort:„Argumentierende Theologie“ weiterlesen
Ostern
Worum es an Ostern geht? Das Leben zu feiern. So sehe ich das zumindest für mich. Die Feier des Lebens gehört zum Leiden und Sterben am Karfreitag, zum Schweigen des Lebens am Karsamstag. Der Rückzug in die schmerzenden Dimensionen des Lebens und der immer neue Aufbruch in die Feier des Lebens spiegeln sich im Ausdruck„Ostern“ weiterlesen
Karsamstag
Jesus starb am Nachmittag des Karfreitag am Kreuz. Nach der Kreuzigung wurde der Leichnam in aller Eile, bevor das Paschafest begann, notdürftig einbalsamiert und in ein Felsengrab gelegt. Das berichten, mit unterschiedlichen Attribuierungen, die vier Evangelien des Neuen Testaments. Der Evangelist Mattäus weiß: „Es waren dort [am Grab] Maria aus Magdala und die andere Maria;„Karsamstag“ weiterlesen
Karfreitag
Die vier Passionserzählungen der Evangelien des Neuen Testaments sind anschauliche Berichte, die sich in den drei Deutungen des Todesschreis Jesu zuspitzen. Die beiden Verwortungen der drei synoptischen Evangelien des Markus (abgek.: Mk), Mattäus (Mt) und Lukas (Lk) orientieren sich an Psalm 22 und 31 des Alten Testaments. Für das Sterbewort Jesu nach Johannes (Joh), dem„Karfreitag“ weiterlesen
„Made-in-Germany“ – der deutsche Mythos hebt sich auf.
Der folgende Beitrag nahm viel Zeit in Anspruch. Zeit zur Reflexion, die zum Nachlesen anregte, was wiederum neue Zeit für Reflexion einforderte. Deshalb erscheint er erst jetzt. Ich wünsche meinen LeserInnen Geduld und viele nachdenkliche Impulse bei dem langen Gedankengang. Die Wortsprache liegt, folgen wir Aristoteles, in der Natur des Menschen (Pol 1253 a). Während„„Made-in-Germany“ – der deutsche Mythos hebt sich auf.“ weiterlesen
Nischenexistenz
Leben in Nischen ist oft von reiner Selbsterhaltung geprägt. Selbsterhaltung ist eine elementare, zielgerichtete Energie. Sie dient dem Überleben. Zuerst hält sie biologisch am Leben. Ihr eignet, über die physische Vitalität hinausgedacht, dann eine existenzielle Dimension: Wer in Nischen lebt, der weiß, dass es immer wieder um mehr als das physische Überleben geht. Das hängt„Nischenexistenz“ weiterlesen
Fausto
Das Bild stellte freundlicherweise Celine Münch zur Verfügung, die das spannende Fausto-Museum auch dokumentiert hat: https://www.rom-museum.com/fausto-delle-chiaie.html Es war vor vielen Jahren in Rom. Wir gingen in Richtung des Ara Pacis von Augustus. Die Sonne glühte vom Himmel. Es war gegen Mittag. Schon eine Weile fiel uns der Müll auf, der auf der niedrigen Mauer, die„Fausto“ weiterlesen
Warte mal – schnell!
Warten wird im derzeitigen Lockdown als belastend empfunden. Worin besteht die Kunst des Wartens?